Über das Projekt
Leipzig 416: Ein Stadtteil entsteht
Leipzig wächst und wächst. Die Einwohnerzahlen steigen und die Nachfrage nach erschwinglichem Wohnraum wird immer größer. Eine Möglichkeit, dem Wohnraummangel entgegenzuwirken, ist die Revitalisierung von Brachflächen. Für die Stadt Leipzig lautet der Leitsatz: Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Der Fokus wird dabei klar auf die innerstädtische Entwicklung gelegt. Für das Jahr 2030 legt die aktuelle kommunale Bevölkerungsvorausschätzung einen Anstieg auf rund 639.000 Einwohner nahe, bis 2040 werde ein weiterer Zuwachs auf vermutlich 664.000 erfolgen. Unter dem Titel „Leipzig 416“ (der nun beschlossene Bebauungsplan
trägt die Nummer 416) wird bereits seit 2017 an der Entwicklung eines neuen Stadtteils gearbeitet. Bis Ende der 2020er-Jahre soll auf dem Areal entlang der Delitzscher Straße/Eutritzscher Straße ein autoarmes und als Schwammstadt konzipiertes Quartier entstehen, das modernes Wohnen im Einklang mit der Natur, Zusammenleben, Arbeit und Freizeit verbindet. Vielfältige Mobilitätsangebote, nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung und Energieversorgung sowie modernste Bauweise machen „Leipzig 416“ zu einem Vorzeigeprojekt für den Städtebau der Zukunft, der Bedürfnisse von Menschen und Natur vereint.
Projekt kennenlernen Mit überwältigender Mehrheit hat der Stadtrat im Juli 2023 den Städtebaulichen Vertrag sowie den Bebauungsplan für das Projekt Leipzig 416 beschlossen. Die wesentlichen Inhalte wurden in einem Online-Special aufbereitet. Klicken Sie einfach auf den Button, um zur Vorstellung zu gelangen. Eckpunkte Das Projekt kurz vorgestellt Das ist passiert
Der Bebauungsplan
Leipzig 416 in Zahlen
Bewohner
Wohnungen
Kitaplätze
Schulen
Sozialwohnungen
Gewerbe
Parks & Grün
Leipzig 416 als Video
Chronologie
Der Stadtrat beschließt die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Areal. Solche Pläne erhalten fortlaufende Nummern, hier wird die Nummer 416 vergeben. Daher: Leipzig 416. Vereinbarung über eine kooperative Baulandentwicklung anstelle einer Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM). Am gleichen Tag unterzeichnet der Vorhabenträger die Absichtserklärung „LOI Kooperatives Verfahren“. Die Deutsche Bahn AG erklärt ihr Einvernehmen, dass die Flächen neu geordnet werden. Hintergrund: Bislang ist die Fläche als Eisenbahnfläche nicht in der Planungszuständigkeit der Stadt Leipzig. Vielmehr ist die Deutsche Bahn bis zur sog. Entwidmung dafür zuständig. Abschluss umfangreicher Grundlagenermittlungen zum Areal3 Abschluss der Vorbereitung eines Städtebaulichen Vertrages zur Vermeidung einer Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme, Mitzeichnung der Ämter sowie Beratung in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters. Anschließend Übergabe an den Stadtrat zur Befassung. Beschluss des Städtebaulichen Vertrages unter dem Titel „Planungs- und Entwicklungsvereinbarung“ durch den Stadtrat ohne Gegenstimmen. Bürgerforum 1: In der Mensa des Leipziger Finanzamtes werden die im Städtebaulichen Vertrag geregelten Eckpunkte zur Entwicklung des Areals vorgestellt. Gleichzeitig können sich die Leipzigerinnen und Leipziger zur Mitarbeit im Nachbarschaftsforum bewerben und erste Anregungen zur Gestaltung des Geländes geben. Vorbereitung städtebauliches Werkstatt-Verfahren mit Ämterbeteiligung und Öffentlichkeitsbeteiligung an dessen Ende die umfangreichen Auslobungsunterlagen an die fünf Planungsteams verschickt werden. Nachbarschaftsforum 1: Zukünftig begleitet das Nachbarschaftsforum die Entwicklungsschritte. Gut 50 Leipzigerinnen und Leipziger, die sich aus Vertretern von Vereinen und Verbänden sowie aus repräsentativ ausgewählten Bürgern zusammensetzen, kommen im TV-Club zusammen und entwickeln in Arbeitsgruppen erste Ideen. Beginn der Städtebauwerkstatt. In einer Halle auf dem Gelände kommen fünf Planungsteams aus Architekten und Landschaftsplanern zusammen, die das Gelände kennenlernen und über eine ganze Woche erste Ideen entwickeln. Begleichtet wird die Werkstatt durch Fachvorträge und zwei Besuche des Nachbarschaftsforums. Das Nachbarschaftsforum 3 findet erneut in und mit der Städtebauwerkstatt statt. Erste skizzierte Ideen werden von den Teams präsentiert und von den Nachbarn bewertet. Das Nachbarschaftsforum trifft sich zum zweiten Mal und blickt während der Städtebauwerkstatt den fünf Teams über die Schulter und kommt mit ihnen ins Gespräch. Ideen werden ausgetauscht. Die erste Sitzung der Jury für die Bewertung der Ergebnisse der Städtebauwerkstatt findet in der Halle der Werkstatt statt. Ziel ist keine Bepunktung oder Benotung, sondern ein fundiertes fachliches Feedback. Mit den Rückmeldungen im Gepäck arbeiten die Teams in ihren Büro in den nächsten Wochen weiter an den finalen Entwürfen. Das Nachbarschaftsforum 4 trifft sich zur Bewertung der nun vorliegenden finalen Entwürfe der Teams der Städtebauwerkstatt. Die Ergebnisse werde in einem Voting-System nach unterschiedlichen Gesichtspunkten bewertet. Die Ergebnisse werden von dafür gewählten Mitgliedern des Nachbarschaftsforums (Quartiersexperten) in der Jurysitzung am folgenden Tag vertreten. Jurysitzung 2: Die Teams der Städtebauwerkstatt präsentieren ihre finalen Entwürfe. Die Fachjury bewertet diese und kürt am Ende den Entwurf von Octagon Architekturkollektiv (Leipzig) und Atelier Loidl Landschaftsarchitekten (Berlin) einstimmig zum Sieger. Auf dem Bürgerforum 2 werden die Ergebnisse der Städtebauwerkstatt präsentiert. Die Veranstaltung findet erneut im Finanzamt Leipzig am Wilhelm-Liebknecht-Platz in unmittelbarer Nähe zum Plangebiet statt. Alle Entwürfe werden ausgestellt. Der Gewinnerentwurf wird vom Planungsteam persönlich vorgestellt. Anschließend stehen die Planer für Bürgerfragen zur Verfügung. Die Ergebnisse der Städtebauwerkstatt werden ab dem 06. September 2017 für eine Woche in den Promenaden Hauptbahnhof öffentlich ausgestellt. Die Ausstellung wird gemeinsam von Bürgermeisterin Dorothee Dubrau und Ulf Graichen als Vertreter des Vorhabenträgers eröffnet. Die Erarbeitung der Masterplanung beginnt. Der Siegerentwurf wird auf seine Realisierbarkeit hin intensiv geprüft und bis April 2018 weiter bearbeitet. Der Zwischenstand der Masterplanung wird im Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau des Leipziger Stadtrates vorgestellt. Das Nachbarschaftsforum 5 beschäftigt sich mit dem ersten sog. „Korrekturplan“ des städtebaulichen Entwurfes. Projektkonferenz innerhalb der Leipziger Stadtverwaltung unter Beteiligung zahlreicher Fachämter Vorstellung des weitestgehend finalen städtebaulichen Entwurfs im Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau des Leipziger Stadtrates Im Nachbarschaftsforum 6 wird der aktuelle Stand der Masterplanung und des städtebaulichen Entwurfes vorgestellt und intensiv diskutiert. Städtebauworkshop mit Mitglieden der Fachjury, der Stadtverwaltung, Vertretern des Vorhabenträgers sowie den vom Nachbarschaftsforum aus seiner Mitte gewählten Quartiersexperten. Im Ergebnis gibt es weitere Anregungen zur Weiterbearbeitung des städtebaulichen Entwurfes. Das Nachbarschaftsforum 7 diskutiert neuerlich die Zwischenstände und bringt sich ein. Vorstellung des fortgeschriebenen Entwurfs im Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau des Leipziger Stadtrates Der Stadtrat beschließt auf Antrag von drei Fraktionen verschiedene Punkte zur Ausgestaltung des Städtebaulichen Vertrages zwischen Stadt Leipzig und Vorhabenträger. Der Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau des Leipziger Stadtrates wird über den aktuellen Projektsachstand informiert. Die Masterplanung steht im Entwurf und geht nun zur Mittzeichnung an zahlreiche Fachämter in der Leipziger Stadtverwaltung. Die Masterplanung wird von der Dienstberatung des Oberbürgermeisters beschlossen und dem Stadtrat zur Beratung übergeben. Die Masterplanung wird in den Fachausschüssen Stadtentwicklung/Bau, Jugend/Soziales/Gesundheit/Schule, Kultur, Wirtschaft/Arbeit undUmwelt/Ordnung sowie den Stadtbezirksbeiräten Mitte und Nord beraten. Die Masterplanung wird vom Stadtrat mit zwei kleinen Ergänzungen (Vorzugsvariante Radwegeverbindung und Einbindung des Fachausschusses Stadtentwicklung und Bau bei der Gestaltung von Grünstreifen an Gebäudekanten) inhaltlich gebilligt. Der Vorhabenträger begrüßt zwei Studentengruppen in einer alten Wagenhalle auf dem Entwicklungsareal – darunter eine internationale Studentengruppen des Studiengangs Landmanagement. Beim 9. Nachbarschaftsforum gewähren Fachplaner Einblicke in die Projektplanung bezüglich Ökologie, Freiflächen und Energieversorgung. Die Leipzig 416 GmbH übernimmt die Vorhabenträgerschaft für die Quartiersentwicklung am Eutritzscher Freiladebahnhof. Auf dem 10. Nachbarschaftsforum informieren Fachplaner umfassend zu den Bereichen Stadtklima, Regenwassermanagement, Umweltanalyse und das Projekt „Leipziger BlauGrün“. Das Entwicklungsareal dient als Bühne für das Theaterstück „CLOCKWORK ORANGE“, aufgeführt im Rahmen des Sommertheaters der Cammerspiele. Mit 48 Pro-Stimmen, keiner Gegenstimme und 12 Stimmenthaltungen beschließt die Ratsversammlung zu Leipzig mit überwältigender Mehrheit den Masterplan. Die Cammerspiele führen auf dem Gelände des ehemaligen Eutritzscher Freiladebahnhofs das erste Theaterstück von Helge Schneider auf: „Mendy – das Wusical“. Alle Unterlagen für die Vorplanung werden auf einen gemeinsamen Projektserver hochgeladen. Alle relevanten Fachämter, Dezernate, Gutachter, Planer, Projektsteuerer und der Vorhabenträger haben darauf Zugriff. Auf dem 11. Nachbarschaftsform wird über den Stand des B-Planverfahrens informiert sowie die geplante modulare Holzbauweise der Wohnhäuser vorgestellt. Beim 12. Nachbarschaftsform befassten sich die Teilnehmer in drei Arbeitsgruppen mit den Themen Freiräume, Mobilität und Nutzungskonzepte für Bestandsgebäude. Der Stadtrat billigt den Entwurf des Bebauungsplans und beschließt dessen öffentliche Auslegung. Die Planentwürfe für das neue Quartier, die Begründung und die wesentlichen umweltbezogenen Stellungnahmen werden öffentlich ausgelegt. Leipzigs Ratsversammlung hat am 05.07.2023 den Städtebaulichen Vertrag sowie den Bebauungsplan für L416 beschlossen.Anfang 2016
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